Trauertexte nehmen nicht den Schmerz, aber sie mildern den Schmerz
Abschied nehmen ist schwer und erst recht, wenn er vom Tod getroffen und bestimmt wurde. Viele Tränen fließen tagtäglich, die Tochter verliert die liebende Mutter oder den Vater, den Bruder bei einem Verkehrsunfall oder sogar die eigne kleine Tochter. Aufbahrungshallen könnten von so mancher Träne berichten, die hier in den Wänden seit Jahrzehnten beim endgültigen Abschied fallen. Endgültig trennt nur der Tod die Gemeinsamkeit der Menschen und den daraus entstanden Schmerz versucht man mit Trauertexte aufzufangen.
Trauertexte sind wehmütige und ergreifende Worte, die versuchen sollen, den Hinterbliebenen aufzufangen oder ihm etwas Trost in der schweren Stunde zu übermitteln. Tod ist nur jener, der in Vergessenheit gerät. Jene Verstorbene, an die man sich in so mancher stillen Stunde erinnert, haben das ewige Leben erreicht. Alles hat seine Zeit, so das Leben und der Tod, es ist nur unfassbar zu begreifen, dass die Trennung endgültig ist und es kein zurück mehr geben wird. Gut, wenn es dann vertraute Menschen gibt, die dem Trauernden ausreichend Trost spenden mit sinnlichen oder lyrischen Trauertexte sowie Taten. Es ist wichtig sich für die Trauer Zeit zu nehmen, egal wie lange dies auch sein mag, nur so hat der Hinterbliebene eine reale Chance eines Tages wieder die Sonne zu spüren und zu sehen.
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